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Galerie Reinhard Hauff

[4-04]  

Ausstellung Josephine Meckeper

   
Die Galerie Reinhard Hauff freut sich, »IG-Metall oder die künstlichen Paradiese des Politischen«, die zweite Einzelausstellung mit Josephine Meckseper ankündigen zu können. Die Ausstellung der seit 1992 in New York lebenden deutschen Künstlerin wird neben Malerei, Fotografie und Collagen auch Film und Installation umfassen. Nachdem sich Meckseper schon häufiger mit den Symbolen konservativer Politik in Deutschland auseinandergesetzt hat, befasst sie sich in ihren neuen Arbeiten mit dem utopischen Potential zeitgenössischer Protestbewegungen und dem ästhetischen Gehalt linker Politik. Als Material für ihre Collagen und Gemälde dienen ihr Army-Parkas, Jeansstoff, Palästinenserschals oder Birkenstocks, die seit den Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg das Erscheinungs- bild gegenkultureller Proteste prägen. Als abstraktes Ornament wird das Muster des Palästinenserschals in einer Wandtapete und einem Teppich, der Gebetsteppich und Flower-Power-Decke zugleich sein kann, mit den psychedelischen Mustern der siebziger Jahre und der kitschigen Romantik des Jugendstils gemischt. In der formalen Reduktion dieser Zeichen auf ihre rein ästhetische Qualität vollzieht sich die Transformation des einstigen Vokabulars des Widerstandes in erotisch aufgeladene Accessoires des Glamour. Mit weich gezeichneten Farben und Aufnahmen im Gegenlicht werden in Josephine Mecksepers Filmen und Fotografien die aktuellen New Yorker Demonstrationen gegen den Krieg im Irak oder die Auswirkungen der Globalisation im Stil der mittlerweile legendären Bilddokumente der späten sechziger und siebziger Jahre inszeniert. Die Bilder eines Treffens junger Aktivisten, die mit Originalaufnahmen einer »Free-Love«-Party der sechziger Jahren zusammengeschnitten sind, erinnern an Szenen aus Antonionis »Zabriskie Point« (1970) und untersteichen die in Mecksepers Arbeit zu Tage tretende Abhängigkeit der heutigen Formen des Protests von der Ästhetik der 68er-Bewegung. Den Anachronismus linker Ideologie beschreibt Jean Baudrillard in seinem Buch »Agonie des Realen«, dem der Untertitel der Ausstellung entnommen ist. Denn Kapitalismuskritik und Konsum, modischer Lifestyle und linke Utopie sind bei Josephine Meckseper längst keine Gegensatzpaare mehr. Die nostalgische Patina des idealistischen Engagements für eine bessere Welt verbindet sich so in ihrer Arbeit mit der lockenden Verheißung eines in die Ausstellungsräume eingebauten Schaufensters. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Für weitere Informationen und Bildmaterial, bitte kontaktieren Sie die Galerie.
   
 
Die aktuellen Einladungskarten der Galerie Reinhard Hauff werden als Hintergrundbild für die Website genutzt. Somit ändert sich mit jeder neuen Ausstellung die komplette grafische Erscheinung der Hompage. Dem jeweiligen Werk des Künstlers wird die volle Aufmerksamkeit geschenkt.
>> www.reinhardhauff.de
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Galerie Reinhard Hauff – Ausstellung Josephine Meckeper