| Heidemarie von Wedel | [6-06] |
Buchpräsentation »tres marias« |
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In Buch »tres marias« arbeitet Heidemarie von Wedel mit ihrem Archiv von eigenen und gefundenen Bildern verschiedener Genres, Themen und Motive. Sie wählt aus und ordnet zu Bildfolgen und filmischen Sequenzen, die durch die Kombination und Montage eine Narration eröffnen, einen Raum für Vermutungen auftun und sich Seite für Seite aufs Neue formulieren. Die Ordnung folgt weder Chronologie noch Kategorie, übergeht ursprüngliche Zusammenhänge – ohne die Absicht Ereignisse zu rekonstruieren. Wir sehen Fotografien, die wie historisches Material wirken; Orte, Alltagsszenen, Personen, die uns bekannt vorkommen, sich jedoch einer eindeutigen Zuordnung entziehen. Beeinflusst ist ihre Arbeit durch den Film von Alain Resnais „Letztes Jahr in Marienbad“ (1961): durch die Frage der Ungewissheit, einer Form von Nichtlinearität, der Fragwürdigkeit von Erinnerung als Konstruktion (gewiss so war es) als Entfernung und Neuformulierung (gewiss so wird es gewesen sein) im Zufall einer Ordnung und Orientierung als offene Lesart der Präsenz der Bilder (gewiss so ist es). Archivbilder werden in der Verweigerung eines vermeintlich Offensichtlichen zum Material der Erfindung von Geschichte und Geschichten.
Die Präsentation im Künstlerhaus will die unterschiedlichen Ebenen im Buch in der Form eines räumlichen Layouts zeigen: Der Raum des Buches als Modell für Parallelität (Montage der Bilder), Kontinuität/Diskontinuität (Seitenfolge), Heterogenität (Auswahl aus dem Bildarchiv). Gleichzeitig findet eine Remediation statt: Der Ausstellungsraum wird zum Filmset mit Projektionen, Lesung und Musikimprovisation. Bild, Text und Ton als autonome Elemente kommentieren sich gegenseitig, sie ergänzen sich oder stellen sich in Frage. Die Dokumentation des Live-Events dient als Material für einen Film zum Buch.
Die Präsentation im Künstlerhaus will die unterschiedlichen Ebenen im Buch in der Form eines räumlichen Layouts zeigen: Der Raum des Buches als Modell für Parallelität (Montage der Bilder), Kontinuität/Diskontinuität (Seitenfolge), Heterogenität (Auswahl aus dem Bildarchiv). Gleichzeitig findet eine Remediation statt: Der Ausstellungsraum wird zum Filmset mit Projektionen, Lesung und Musikimprovisation. Bild, Text und Ton als autonome Elemente kommentieren sich gegenseitig, sie ergänzen sich oder stellen sich in Frage. Die Dokumentation des Live-Events dient als Material für einen Film zum Buch.
Ausstellungseröffnung: 29.06.2006, 19Uhr, Künsterlhaus Stuttgart, Reuchlinstraße 4B >> zum Buchprojekt |

